Vortrag
Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring - warum nicht?

Johannes Rüdisser 
Institut für Ökologie, Universität Innsbruck

Di 28. Juni, 11:35 bis 11:55 Uhr
Ort: Kulturhaus

Um der Biodiversitätskrise - einer der größten Bedrohungen für uns Menschen - wirksam entgegenzutreten, bedarf es kluger Strategien und deren konsequenter Umsetzung. Grundlagen jeder evidenzbasierten Biodiversitäts-Strategie sind Monitoring-Programme – also der Beobachtung der biologischen Vielfalt und ihrer Entwicklung. Engagierter Freiwillige dokumentieren seit langem verschiedenste Aspekte der Biodiversität und haben so wichtige Datengrundlagen geschaffen. Die Berechnung der einzigen artbasierten Biodiversitätsindikatoren der EU bezieht sich großteils auf ehrenamtlichen Beobachtungen von Tagfaltern und Brutvögeln. Auch die bekannte „Krefeldstudie“ zum Insektenschwund basiert auf Erhebungen von ‚Hobbyentomologen‘. Auf Citizen Science basierendes Monitoring hat aber auch Nachteile und birgt sogar Gefahren. ‚Bias‘ - bei den Erhebungen oder auch der Interpretation der Daten – ist nur ein Beispiel von vielen. Weitere werden – ganz nach dem Motto „Warum nicht?“  - kritisch diskutiert.